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posted by Sandra on Lagebericht, Lebensmittel, Menstruation, Zyklus
So schnell kann es gehen. Mein perfekter, nahezu schmerzfreier Zyklus entwickelte sich doch noch ganz anders als erhofft. 3 Tage vor meiner Menstruation hatte ich Unterleibsschmerzen, Darmbeschwerden (Durchfall, Schmerzen beim Stuhlgang) und ja, auch wieder Probleme mit PMS. Ich fühlte mich unausgeglichen, war leicht gereizt, unzufrieden, fühlte mich unwohl in meiner Haut usw.
Und wie kam es nun dazu?
Ich weiß es nicht!
Aber ich werde es herausfinden, in der Zukunft.
Als endlich meine Menstruation einsetzte, war ich nur mehr froh. Irgendwie ist es jedes Mal ein Aufatmen, dass sich mein Körper auf diese Weise reinigt. Ich fühle mich stets als würde sich eine Art Druck lösen, als würde alles im Fluss sein. Zwar hatte ich mit Einsetzen der Menstruation noch immer Unterleibsschmerzen aber weniger als die Tage davor.
Trotzdem machte mich dieser Rückschlag natürlich traurig und gestern ging es mir mental einfach schlecht. Ich verfiel ein bisschen in Selbstmitleid, fühlte mich schlecht und hatte keine Hoffnung, dass diese Schmerzen jemals wieder dauerhaft verschwinden. Ja, ich sehnte mich sogar nach den Wechseljahren und das mit meinen 29 Jahren.
Aus Frust habe ich mich heute auch ziemlich unvernünftig verhalten was meine Ernährung betrifft: Frühstücksbrötchen mit Butter und Reissirup (Zwar alles vegan und glutenfrei aber zum Frühstück?), später einen Florentiner (zwar glutenfrei aber mit Zucker und Schokolade - omg, sooo lecker!), einen veganen Maki-Sushi-Teller bei Akakiko und einen ganzen Liter Reis-Cocosmilch mit Kakao.
Jetzt habe ich mich aber wieder halbwegs im Griff. :D
Auf meinem Unterleib liegt eine Rizinusölpackung und eine Wärmeflasche und ich werde mich nun definitiv wieder besser ernähren. Gerade jetzt gedeiht alles perfekt im Garten: Zucchini, Buschbohnen, Salat, Erbsen, Radieschen, Tomaten, Gurken usw. Und dann sind da noch die Pilze aus deim Wald und die Kräuter von der Wiese. Herz, was willst du mehr?! ;)
Ganz liebe Grüße,
Sandra
posted by Sandra on Heilung, Lagebericht, Leber- und Gallenblasenreinigung, Menstruation, Zyklus
Hallo ihr Lieben,
es ist vermutlich wirklich so, dass man der Welt lieber sagt, wie schlecht es einem geht als wie gut es einem geht. Deshalb habe ich in den letzten 2 Wochen fast ein bisschen auf meinen Blog vergessen. ;)
Immer wieder Menstruation - Eisprung; Eisprung - Menstruation ;)
Meine letzte Menstruation war ja bekanntlich absolut schmerzfrei. Ich war total locker und mir ging es nur gut. Auch danach war alles super, bis der Eisprung nahte. Um diese Zeit (Zyklustag 12, 13 und 14) hatte ich jeweils in den frühen Morgenstunden ein paar Stunden in denen ich wach im Bett lag und von Unterleibskrämpfen geplagt wurde. Einmal hatte ich auch dieses Ziehen in den Rücken und bis ins linke Knie. Am Tag war alles in Ordnung und seit dieses Tagen geht es mir wieder sehr gut.
Heute ist mein 25. Zyklustag und es geht mir super. Ich war zwar gestern ein bisschen gereizt (PMS lässt grüßen!) aber fühle mich grundsätzlich gut und habe keine Beschwerden.
Woran das alles liegt kann ich nicht einmal sagen. Vielleicht am absoluten Verzicht auf Gluten? Vielleicht an der Leber- und Gallenblasenreinigung? An der natürlichen Progesteroncreme? Oder an einem Zusammenspiel aller Faktoren?
Libido
Zum ersten Mal seit fast 6 Monaten hatte ich um den Eisprung herum wieder Lust auf Sex. Das war tatsächlich ein kleines Wunder für mich. Und diese Tatsache schiebe ich ganz klar auf meine Leber- und Gallenblasenreinigung.
Ich fühlte mich gut und wir hatten schönen Sex; trotz Endometriose und meiner generellen Unlust in den letzten Monaten.
Ernährung und Bewegung
Ich schaffe es im Moment öfter eine Runde mit dem Rad zu fahren und es tut wirklich immer sehr gut. Manchmal, wenn die Endo ein bisschen zwickt und ich mich in den Sattel schwinge, vergesse ich dieses Zwicken und es verschwindet, bis ich wieder daheim bin. Mein neuester Wunsch ist ein Rennrad aber der wird wohl noch lange unerfüllt bleiben da diese Teile leider sehr teuer sind, für mich unerschwinglich.
In den letzten Wochen war ich so angetan von der Tatsache, dass ich mein Universalmehl selbst mischen kann und ich dann weiß, dass es tatsächlich frei von sämtlichen Getreidesorten ist, dass ich wirklich viele herkömmliche Gerichte nachgekocht habe auf die ich in den letzten Monaten verzichten musste. Es gab Marillenknödel und Käsespätzle (mit veganem Käse versteht sich ;), Pizza und Nudeln. Alles schmeckte wie früher und ich glaub in dem Moment in dem ich vor meinem Teller saß und dieser wundervolle Geschmack sich in meinem Mund entfaltete, war ich der glücklichste Mensch auf Erden.
Das hatte aber auch den Nachteil, dass ich weniger Salate aß und generell mein Rohkostanteil auf etwa 40% rutschte. Auch meine Verdauung wurde schlechter und der Anteil an Fetten stieg natürlich auch, da ich viel Nüsse und Palmfett zum Kochen brauchte. Nun, ich muss hier einfach wieder einen Mittelweg finden. Es ist so schon schwierig genug, alles verwehren mag ich mir deshalb nicht. Aber Salate müssen wieder mehr Anteil an meiner Ernährung bekommen.
Und sonst?
Gestern stand meine zweite Leber- und Gallenblasenreinigung am Programm. Es ging mir dabei viel besser als beim ersten Mal. Ich trank auch nur 4 Liter Apfelsaft an den Tagen vor der eigentlichen Reinigung und alles hat funktioniert. Mir wurde diesmal weder schlecht noch bekam ich Bauchkrämpfe. Und ich habe wieder über 270 Steine ausgeschieden. Einfach unglaublich!
Und ein paar motivierende Sätze möchte ich euch hierlassen. Ich werde sie noch auf meinen Spiegel ins Badezimmer schreiben.
Ich bin gut so wie ich bin.Ich muss nichts erreichen.Ich bin unabhängig von der Meinung anderer,weil ich mich wertschätze und lieb habe.
Es ist wichtig, dass das jede Frau da draußen und jeder Mann weiß!
In dem Sinn: ganz liebe Grüße,
Sandra
posted by Sandra on Heilung, Menstruation, Natur, Zyklus
oder: Was Frauen in Vergessenheit geraten ließen.
Hallo ihr Lieben!
Nachdem ich gestern Abend meine Mens bekommen habe (sehr regelmäßig nach am Zyklustag 30) und ich demnach gleich einen Selbstversuch bezüglich "frei Menstruation" startete, will ich hier ein paar Informationen darüber sammeln.
Habt ihr euch vielleicht schon gefragt, wie Frauen in der Vergangenheit mit ihrer Menstruation umgingen? Hatten die schon Monatshygieneartikel vor 1000 Jahren? Vor 500 Jahren? Und was bitte machen Naturvölker?
Die Menstruation im Laufe der Zeit
Es ist nicht immer leicht mit ihr aber wir haben sie trotzdem, unsere Menstruationen. Jede Frau erlebt sie aber irgendwie anders und jede Menstruation ist auch irgendwie anders. Manchmal dauert sie länger und manchmal kürzer, manchmal ist sie stärker, ein anders mal schwächer und manchmal ist sie schmerzhaft und gepaart mit Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen etc., manchmal fügt sie sich aber einfach nur perfekt in unser Leben ein, als Teil vom Frausein.
Vor über 2000 Jahren wurden Frauen wegen ihrer Fähigkeit ein neues Leben zur Welt zu bringen verehrt und somit auch ihre Menstruation. Auch die Heilung oblag den Frauen. Die Menstruation, als immerwiederkehrender Vorgang galt stets als reinigender Akt.
Mit der Verbreitung des Christemtums wurde den Frauen aber ihr Wissen um die Heilung mehr und mehr entzogen. Frauen galten durch ihre Menstruation als unrein, die Vagina als "Tor zur Hölle". Allein dieser Verlust des Heilwissens ist schon tragisch genug, diese Abspaltung der Weiblichkeit vom Wesen der Frauen richtete jedoch nicht weniger Schaden an.
Und so kam es, dass die Menstruation heute zumeist als Plage empfunden wird. Wir wurden so weit weg von unserer Weiblichkeit gezerrt, dass wir unseren Körpern nur mehr wenig Aufmerksamkeit schenken. Wenn wir Schmerzen haben, verteufeln wir ihn als ihn zu hätscheln wie ein kleines Kind, das Aufmerksamkeit und Liebe braucht.
An der Stelle möchte ich gleich einmal auf das Buch von Gabriele Pröll verweisen: "Meine Tage"
Monatshygieneartikel damals und heute
Frauen benutzten anscheinend schon vor einigen hundert Jahren Monatshygieneartikel. Diese waren natürlich nicht aus Plastik und Kunstfasern sondern aus Naturmaterialien wie Schwämme und Mose sowie aus Leinen- und Baumwollstoffen.
Gabriele Pröll schreibt im oben genannten Buch folgendes:
Frauen der Ureinwohner in Australien und in Ecuador schlagen ihre Gehröcke zwischen den Beinen hoch und stecken die Enden ein. In Thailand verbergen Frauen die Flecken in den Falten ihres Sarongs, indem sie ihn immer wieder neu raffen, bis er schließlich gewaschen wird. Beim Stall der Samo haben die Frauen die Angewohnheit, während ihrer Menstruation den ganzen Tag über auf den Boden zu sitzen; erst abends stehen sie auf und waschen sich. Die Frauen eines Indiostammes an der Grenze zwischen Peru und Brasilien verbringen während der Blutung fast den ganzen Tag am Fluss. Die Tuaregfrauen im algerischen Tassiligebirge sondern sich zu Beginn ihrer Blutung von der übrigen Familie ab und hocken sich über ein Loch, das sie in die Erde gegraben haben. Nachdem der erste Blutfluss vorbei ist, spannen sie einfach ihre Scheidenmuskeln an und halten so das Blut zurück. Während der ganzen Menstruationsphase gibt es Zeiten, in denen sie dem Blut freien Lauf lassen, und Zeiten, in denen sie es zurückhalten. Sie regulieren das selbst. (Gabriele Pröll, Meine Tage, S 196f.)
Und diese Schilderung der Tuaregfrauen ist auch ein perfekter Übergang zum eigentlichem Thema der freien Menstruation.
Anleitung zur freien Menstruation
Monatsblut läuft nicht den ganzen Tag aus unserer Vagina. Vielleicht habt ihr schon öfter bemerkt, wie ein richtiger Schwall aus eurer Scheide fließt?! Es fühlt sich warm an lässt sich dann nicht mehr stoppen. Aber es ist nun einmal so, dass sich dieses Blut über dem Gebärmutterhals sammelt, bis genügend vorhanden ist. Dann weitet sich die Gebärmutter und das Blut fließt in einem Schwall ab.
Am ersten Tag der Menstruation sammelt sich dort natürlich immer mehr Blut und es fließt etwa jede Stunde ab. Am zweiten Tag dann nur mehr alle 2 oder 3 Stunden, am dritten Tag alle 3 bis 5 Stunden usw.
Und mit diesem Wissen lässt sich Folgendes anstellen: Nehmt den Druck von euch, nehmt euch Zeit und lasst euer Menstruationsblut einfach fließen. Vielleicht, wenn ihr Tamponträgerinnen seid, ist es anfangs schwierig die Scheidenmuskulatur zu entspannen aber das kommt mit der Zeit.
Setzt euch aufs WC und presst euer Menstruationsblut sanft nach draußen. Das kann ganz flott klappen aber es kann auch 5 Minuten dauern. Keinen Stress! Nach einer Stunde setzt ihr euch wieder aufs WC und macht das Gleiche usw. Und so kommt es, dass ihr selbstbestimmt über den Verlauf eurer Blutung entscheiden könnt.
Das hat nicht nur den Vorteil, dass ihr kaum Monatshygieneartikel braucht sondern auch, dass dieses Blut tatsächlich schnell nach draußen gelangt. Es verweilt nicht stundenlang in eurem Körper wie das bei Tampons der Fall ist. Es kommt auch zu keinem unangenehmen Stau durch Verkrampfungen des Unterleibs. Häufig können so aber auch Kopfschmerzen verhindert werden usw.
Meine erste freie Menstruation
Im Grunde ist diese Methode vermutlich so alt wie die Menscheit selbst. Ich bin ehrlich gesagt etwas enttäuscht, dass ich davon erst jetzt erfahren habe aber besser jetzt als nie.
Meine Menstruation ist diesmal absolut schmerzfrei. Ich bin total begeistert und hoffe, dass das so bleibt. Die Tage vor der Mens waren wieder ziemlich PMS gesteuert. Ich war irgendwie einfach nicht ganz bei mir, hatte immer wieder mal leichte Krämpfe und so ein Bedürfnis danach, dass ich endlich meine Mens bekomme.
Heute fühle ich mich seltsam erleichtert. :)
Das mit der freien Mens klappt ganz gut. Seit ich Endometriose habe, benutze ich ja meinen Menstruationsbecher nicht mehr sondern nur mehr Binden. Doch hierbei stört mich vor allem der ganze anfallende Müll. Es sind wirklich UNMENGEN an Müll über die Monate und das ist ganz und gar nicht ökologisch.
Wobei ich hier abschließend noch einen kurzen Absatz zitieren möchte:
Ökofeminismus: Er sieht einen klaren Zusammenhang zwischen der Unterdrückung von Weiblichkeit und der Zerstörung der Natur. Frauen, die ihre eigene Natur achten, achten und verehren auch die äußere Natur, ihre Gesetze und Rhytmen. Wenn sie aus dieser Haltung heraus aktiv werden, können sie Einfluss auf die gesamte Umweltpolitik nehmen. (Gabriele Pröll, Meine Tage, S.209)
Ich wünsche mir für jede Frau mehr Verständnis für ihren Körper. Es ist absolut nichts Ekelhaftes an der Menstruation! Setzt euch mit eurem Körper auseinander und lehrt euren Töchtern, dass sie sich nicht verstecken müssen.
Ganz liebe Grüße,
Sandra
posted by Sandra on Heilung, Lagebericht, Zyklus
Hallo ihr Lieben,
Ich habe es im Moment nicht so leicht mit meinem Körper und meiner Endometriose. Meine Beschwerden sind wieder seit über 2 Wochen stets vorhanden, mal mehr, mal weniger.
Meine 2. Menstruation seit Ernährungsumstellung
Mein Zyklus dauerte wieder elends lange. Es waren 33 Tage! Vor der Mens hatte ich ständig Beschwerden, mal Krämpfe, mal Stechen, mal Unwohlsein, dazu kam eine unglaubliche Gereiztheit, eine depressive Verstimmung, generelle Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Libidoverlust, Zukunftsängste, usw. Liest sich ja stark nach PMS,... aber gut, das sind nun einmal meine Symptome, einen exakten, medizinischen Begriff brauche ich eigentlich nicht. Endometriose genügt mir ;)
Wer nicht lesen will, wie meine Menstruation aussieht, der sollte den nächsten Absatz überspringen ;)
Meine Menstruation ist wieder sehr stark mit dunkelrotem Blut und von der Konsistenz her recht dickflüssig mit richtigen Blutstöcken. Auch von der Menge her ist es viel Blut, zumindest mehr als vor einem Jahr oder so. Deshalb schließe ich daraus, dass mein Körper jede Menge Giftstoffe nach außen treibt. Die Menstruation ist ja auch eine Hilfe des weiblichen Körpers, sich einiger Schadstoffe zu entledigen weshalb Frauen, die sich schon länger auf pflanzlicher Basis ernähren, eine viel schwächere, kürzere und kaum wahrnehmbare Mens haben im Gegensatz zu omnivoren Frauen. Vielleicht sollte ich darüber mal einen eigenen Eintrag schreiben...
Ich bin schon gespannt wie lange sie dauert und ob ich dann endlich wieder mal für ein paar Tage gänzlich beschwerdefrei sein werde?!
Ernährung und Bewegung
Auf dem Sektor tat sich nicht so viel. Ich habe einigen Versuchungen getrotzt, wurde vor einigen durch meinen Freund bewahrt und habe somit sehr in der letzten Woche sehr gut gegessen; mit einem hohen Anteil pflanzlicher Rohkost. Am Abend habe ich mir ein paar Mal Kartoffelsalat gekocht oder Brokkoli oder einmal sogar glutenfreie Nudeln, welche von der Konsistenz her ein Reinfall waren.
Auch mit meinem sportlichen Programm habe ich in der letzten Woche etwas nachgelassen. Einerseits war das Wetter so schön, dass ich lieber draußen gearbeitet habe, andererseits fühlte ich mich manchmal einfach nicht gut genug um mich sportlich zu betätigen. Leider!
Und sonst?
Was mir auffiel war, dass ich wieder häufiger Blähungen hatte und das war richtig unangenehm und auch teilweise schmerzhaft. Außerdem hatte ich an einigen Tagen seltsamen Schleim im Hals. Vielleicht auch eine Entgiftungsreaktion? Oder hat es mit dem Löwenzahn in meinen Grünen Smoothies zu tun, da Löwenzahn schleimlösend wirkt?
An einigen Tagen hatte ich auch schmerzende Gelenke, wie damals vor meinen Operationen an den Sprunggelenken. Auch eine Reaktion meines Körpers, der da sagt "Ja, jetzt tut sich was!" Oder sagt er eher "Mach mal langsamer!" ???
Auf jeden Fall war ich manchmal ziemlich bedrückt in letzter Zeit. Alles kam mir schwierig vor und unfair. Auch meine Träume waren sehr intensiv, mein Schlaf war tief und sehr entspannend.
Manchmal weiß ich nicht, ob das der richtige Weg ist aber ich spüre im Prinzip, dass es im Moment das ist, was ich selbst tun kann. Es ist schwierig und es tut auch öfter weh aber ich gebe nicht auf. Ich will wieder gesund werden und beschwerdefrei leben können!
Ganz liebe Grüße,
Sandra
posted by Sandra on Lagebericht, Zyklus
Hallo ihr Lieben,
diese Woche bin ich spät dran aber ich möchte meine 6-Wochen-Bericht dennoch nachliefern weil ich einige interessante Dinge an meinem Körper beobachtet habe.
Meine Mens und mein Zyklus
Die eine Sache ist die, dass mein Zyklus tatsächlich 35 Tage dauerte! 35 Tage! Das hatte ich so erst einmal in meinem Leben und das war im März 2013. Vielleicht liegts am März? Vielleicht an meiner Ernährung? Wohl eher an meiner Ernährung, schätze ich...
Angekündigt hat sich meine Mens doch ein wenig. Etwa 4 Tage zuvor hatte ich morgens jeden Tag mittelprächtige Unterleibskrämpfe. Nach dem Aufstehen waren diese aber verschwunden. Als ich dann tatsächlich meine Menstruation hatte, war diese sehr stark aber nicht unbedingt schmerzhaft. Zwar gab es leichte Krämpfe aber das war wirklich nicht schlimm und ich brauchte auch keine Schmerzmittel. Weiter aufgefallen ist mir die viel hellere Farbe meines Mens-Blutes. Wirklich sehr interessant. Da freue ich mich schon richtig auf die nächste Periode, aus rein wissenschaftlichen Gründen ;)
Sonst ging es mir gut. Meine Libido hatte sich auch mal kurz gemeldet und dann wieder verabschiedet aber wird schon wieder besser werden.
Meine Ernährung
Ich habe gesündigt. Nunja... so richtig nicht aber ein bisschen schon. Einmal aß ich wunderbar leckere vegetarische Sushi und Maki, einmal einen fertigen, veganen Reismilchkakao. Ohh... der war so lecker! Schmeckte wie der leckerste Kakao zu "Kuhmilchzeiten". ;)
Einmal aß ich Rohmilchkäse über dem Salat verteilt. Wah... eine wahrliche Sünde.
Und das beste war ein Cupcake. Ein veganer Rohkost-Cupcake. Das war eine legale Sünde die so unglaublich, unglaublich lecker schmeckte. Der zerging auf meiner Zunge und der Geschmack von Mohn mit Zitrone war eine Offenbarung, ja, wirklich!
Und weil ich ja schon ein Fan von Süßem bin, hab ich mir heute auch wieder einen Rohkost-Kuchen gemacht. Mit Erdbeer-Sahnecreme und einem Walnussboden. Sehr, sehr lecker!
Mir macht meine Ernährung gerade wirklich Spaß. Die Wildkräuter sprießen überall und schmecken super lecker. Erste Kräuter und Gemüsesorten habe ich begonnen indoor vorzuziehen und es gibt da draußen noch so viel zu lernen über das Leben und die Natur und wie alles zusammenspielt, dass es eine Freude ist :)
Ganz liebe Grüße,
Sandra
posted by Sandra on Lagebericht, Zyklus
Hallo ihr Lieben,
4 Wochen sind um. Vier Wochen vergingen eigentlich recht flott. Im Moment habe ich gerade totalen Heißhunger auf Kartoffeln und deshalb köcheln sie schon hinter mir am Herd. Dazu wirds rohköstlichen Brennesselspinat geben. Ich trotzte weder Wind noch Kälte und graste vorhin brennesselbesiedelte Orte ab ;)
Jetzt aber zu den Neuigkeiten rund um meine Endometriose... Ich muss gestehen, es ging mir schon besser. Seit letzte Woche Mittwoch hatte ich nur einen schmerzfreien Tag. Die Schmerzen variieren stark. Mal ist es ein Stechen links, neben dem Beckenkamm, mal ein Stechen rechts unten am Schamhügel, mal ein starkes Ziehen im Lendenwirbelbereich und dann sind es wieder sehr regelmäßige Unterleibskrämpfe für ein paar Stunden.
Ich habe mich noch nicht dazu hinreissen lassen Schmerzmittel zu nehmen. Einmal war ich kurz davor aber dann merkte ich, dass ich stets die Luft anhielt wenn sich mein Unterleib zusammenzog und machte mir bewusst, dass ich richtig atmen muss. Das war eine total interessante Erfahrung denn tatsächlich ging es mir nach ca 15 Minuten deutlich besser.
Diese Schmerzen machen mich schon nachdenklich... und doch weiß ich, dass Heilung ein längerer Weg ist, ein Weg, dem ich gerade erst ein paar Schritte gefolgt bin. 4 Wochen... was sind schon 4 Wochen. Heute ist mein 21. Zyklustag und ja, ich habe Schmerzen aber hey... im letzten Zyklus hatte ich viel viel früher bereits viel mehr Schmerzen. Im letzten Zyklus musste ich Schmerzmittel nehmen. Im letzten Zyklus ging es mir auch psychisch schlecht,... ich fand mich in meiner Situation nur bedauernswert. Aber ich habs geschafft, meine Chancen zu erkennen und zu nutzen.
Ganz liebe Grüße,
Sandra
posted by Sandra on Heilung, Lagebericht, Zyklus
Hallo ihr Lieben,
heute mal ein eher wenig aufbauender Beitrag aber ich möchte trotzdem darüber schreiben.
In den letzten Monaten habe ich nfp (symptothermale Verhütungsmethode) sehr vernachlässigt. Schade eigentlich, denn ich hätte jetzt im Nachhinein gern gewusst, wie sich mein Endometriose auf die Auswertbarkeit meiner Zyklen auswirkt. Nun, durch die ständigen Endo-beschwerden, die verpuffte Libido und den daraus folgenden sporadischen Sex, habe ich weder meine Temperatur gemessen noch den Zervixschleim oder die Gebärmutterhalsöffnung beobachtet.
Aber seit diesem Zyklus bin ich wieder im Rennen. Ich messe immer Temperatur und beobachte den Zervixschleim. Manchmal interessiert mich aber wie die Gebärmutterhalsöffnung sich anfühlt (geschlossen oder offen). Als ich gestern Abend mal wieder tasten wollte, entdeckte ich jedoch einen mäßig harten Knubbel ganz hinten in meiner Scheide. Dieser Knubbel ist bestimmt 3 cm groß. Und ich weiß ganz sicher, dass der im Dezember noch nicht da war sonst hätte der Arzt im Endo-zentrum das erwähnt.
Das könnte auch erklären, warum ich im letzten Zyklus solche schlimmen Schmerzen hatte bei fast jedem Stuhlgang. Dieser fiese Endoherd hat sich direkt zwischen meiner Vagina und dem Darm eingenistet.
Das ist ja sehr häufig bei Endometriose aber mich erstaunt, wie schnell diese Dinger wachsen. Nunja... nächste Woche werde ich genaueres wissen, wenn ich wieder einen Besprechungstermin in der Endo-Ambulanz habe.
Irgendwie macht mir das jetzt schon wieder Angst aber auf der anderen Seite bin ich mir sicher, dass mein Körper langsam wieder mir gehört und wir in Zukunft noch besser zusammenarbeiten werden.
Zum Abschluss ein Zitat von Dian Shepperson Mills:
"You have a key to good health. Your body wants to be well, that is its natural state. If you cut or burn your hand, you heal. If endometrial cells are growing in the wrong place, rest assured the body is trying to heal that area by whatever means it has available." S.MILLS, 1999, 1
Liebe Grüße,
Sandra
Referenz:
SHEPPERSON MILLS, D., und VERNON, M., (1999): A Key to Healing and Fertility through Nutrition. HarperCollinsPublishers Ltd
posted by Sandra on Lagebericht, Zyklus
Hallo ihr Lieben,
nun sind schon 3 Wochen um! Es geht mir sehr, sehr gut!
Ich befinde mich bei Zyklustag 13 und sollte eigentlich, wie in den ganzen Monaten davor, schlimme Schmerzen haben, Tabletten dagegen nehmen und im Haus wie ferngesteuert rumgeistern in der Hoffnung die Tage vergehen schnell. Aber nein... ich habe KEINE SCHMERZEN! Ich nehme KEINE TABLETTEN! Und ich kann das wunderbare Frühlingswetter genießen!
Ehrlich gesagt kann ich es selbst kaum glauben, dass ich nach nur 3 Wochen schon solche Erfolge spüre. Ich bin am Morgen super ausgeschlafen und voller Elan. Ich schlafe auch sehr gut, trotzdem ich im Moment viel träume; mein Allgemeinbefinden ist einfach super!
Es ist jetzt nicht so als würde ich gar nichts von meiner Endometriose spüren aber das sind keine Schmerzen. Ich spüre manchmal leichtes Stechen um den linken Beckenkamm herum, dort wo meine Zyste sitzt aber das ist mehr als okay. Die darf sich ruhig melden ;) Schmerzen hab ich nicht.
Mein Frühstück ist wie jeden Tag ein Smoothie (über einen Liter). Heute mit 4 überreifen Bananen, 3 Orangen, 30g frischen Sprossen und Salatblättern. Das Mittagessen lasse ich manchmal ausfallen weil ich einfach total gesättigt bin von dem Smoothie. Dann gibt es eben mehr Abendessen oder mal Nüsse zwischendurch. Gestern zum Beispiel habe ich gefüllte Champignons (roh) mit Salaten gemacht und allen hats super geschmeckt.
Außerdem stand ich vorher wieder auf der Waage: 63kg. Ich denke dieses Gewicht hatte ich das letzte mal mit 13 und das ist immerhin schon 16 Jahre her.
Die letzten Tage nahm ich mir auch immer Zeit für eine halbe Stunde Yoga und ich war zumindest 2 Stunden an der frischen Luft.
Im Moment freu ich mich auf all die leckeren Wildkräuter die dank des Wetters sicher schon bald sprießen werden. Hoffentlich hab ich dann das Geld zusammen um mir einen Hochleistungsmixer zu gönnen. :)
Das Leben ist so schön ohne Schmerzen! Ich hab das schon fast vergessen...
Ganz liebe Grüße,
Sandra
posted by Sandra on Lagebericht, Zyklus
Hallo ihr Lieben,
die erste Woche ist um! Eigentlich sind es morgen schon 10 Tage, seit ich meine Ernährung umgestellt habe. Ich möchte schnell niederschreiben, wie es mir geht, was ich an meinem Körper beobachtet habe und, was ich so esse, im Moment.
Meine Endo-Beschwerden waren noch nie schlimmer. Seit dem Zyklustag 11 hatte ich keinen einzigen wirklich beschwerdefreien Tag und das heißt was, denn schließlich ist heute schon Zyklustag 29. Im neuen Zyklus möchte ich dann auch wieder beginnen Temperatur zu messen. Da früher meine Zyklen sehr schön waren und gut auswertbar (nfp), interessiert es mich einfach, wie die Zyklen nun sind.
Meine Haut ist sehr pickelig und unrein und mein Stuhlgang eine Katastrophe (2 - 5 mal am Tag). Ich denke, dass beides ein Zeichen ist für den Entgiftungsprozess, der in meinem Körper gestartet hat. Meinem Magen geht es sehr gut und positiv überrascht hat mich die Tatsache, dass ich morgens früher wach werde und wirklich ausgeschlafen bin.
Manchmal bekomme ich unglaublichen Heißhunger auf Süßes, also Zucker... egal was. Natürlich am liebsten Schokolade ;) Aber nicht nur das... ich vergehe fast manchmal vor Verlangen nach Gebäck, einer Torte, oder ein Stückchen Käse. Doch zum "Glück" habe ich jeden Tag Schmerzen und werde daran erinnert, warum ich meine Ernährung ändern muss.
Mein Menü sieht im Moment so aus, dass ich morgens zwei Schalen Grüner Tee trinke und mir meinen Smoothie zubereite welcher aus diversem Obst und Gemüse besteht. Heute sah das so aus: 2 Orangen, 2 Äpfel, 1 Banane, 5 Kohlsprossen, eine handvoll Salatblätter, ein Stück Ingwer, 2 Karotten. Das ergibt mit einem halben Liter Wasser etwa 1,2 l Smoothie.
Zu Mittag mache ich mir diverse Salate oder einen gemischten Salat oder letztens habe ich auch rohköstliche gefüllte Champignons gemacht die wirklich absolut lecker schmeckten. Aber nachdem diese Rohkost ein ganz neues Terrain für mich ist, muss ich mich da langsam rantasten. Wer hätte gedacht, dass es "Gourmet Rohkost" gibt :)
Außerdem habe ich mir ein glutenfreies Brot gebacken weil ich wirklich große Lust auf Brot hatte. Davon gibt es eine Scheibe am Abend, mit irgendwelchem Gemüse und ein paar Stücken getrockneter Tomaten. Natürlich versuche ich auch, über den Tag verteilt, viel Wasser zu trinken. Am Nachmittag esse ich auch ein paar Datteln, Nüsse und eine Banane.
Ich bin wirklich stolz auf mich, dass ich die erste Woche geschafft habe und muss sagen, dass es mir, wenn auch noch nicht körperlich, dann zumindest psychisch irgendwie besser geht. Es fühlt sich gut an zu wissen, dass ich meine Endometriose selbst heilen kann. Manchmal habe ich natürlich Angst und denke mir "Und was, wenn es nicht funktioniert? Wenn es immer schlimmer wird? Was dann?" Aber dann muss ich die Situation eben neu einschätzen und vielleicht Kleinigkeiten ändern oder mir Hilfe holen oder einen Schritt zurückgehen oder oder oder... aber ich bin sicher am richtigen Weg und das ist die Hauptsache!
Ich lass euch ein schönes Video hier. Es handelt von Heilung und hat mir Mut gemacht!
Ganz liebe Grüße,
Sandra
Endometriose...
Endometriose betrifft viele Millionen Frauen auf dieser Welt und wird noch immer nicht richtig verstanden. Eine OP oder eine Hormontherapie? Das kann doch nicht alles sein!? Was, wenn mein Körper bereits alles in sich trägt, das ihn selbst heilt? Wie unterstütze ich ihn dabei? Das ist mein Selbstversuch im Hinblick auf meine Endometriose und ich bin voller Mut und Zuversicht und Neugierde, wie es weitergeht...
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