Endometriose? Nein, danke!

Endometriose? Nein, danke!

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38 Wochen sind um...


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... und ich habe hier schon lange nicht mehr geschrieben. Irgendwie weiß ich gar nicht recht warum. 

Ihr Lieben,


Einige Zeit ging es mir richtig, richtig gut. Ich kam gut mit mir klar. Die Schmerzen hielten sich in Grenzen und ich dachte, dass das genau das ist, was ich wollte und... und ich wurde schlampig. Zwar halte ich mich an "glutenfrei, vegan, zuckerfrei, industriefrei" aber ich fand große Freude an neuen, wunderbaren Kuchenrezepten... und an kleinen Sünden. Ich gönnte mir sogar ab und an Sojaprodukte welche ich aufgrund der Phytoöstrogene tunlichst meiden sollte. Dann hörte ich mit Yoga auf und nun... es war einfach too much. 

Seit einigen Wochen geht es mir wieder nicht so gut. Neben den schlimmen Mittelschmerzen traten auch andere Schmerzen auf, die ich einfach nicht zuordnen kann, die mich aber teilweise richtig fertig machen. 

Da ist zum Beispiel dieser Schmerz hinter den linken Rippenbögen, unterhalb des linken Schulterblattes, im Bereich der Taille und auch in der linken Leistengegend. Diese Schmerzen sind jeden Tag da, bei jedem Schritt. Keine Ahnung, was das ist... aber ich wüsste auch nicht, wen ich fragen könnte. 

Und vorher?


War vorher alles gut? 

Ja, ich hatte tatsächlich in Erinnerung, dass es mir sofort super ging als ich mit meiner Endo-Diät begonnen hatte. Aber zum Glück habe ich alles aufgeschrieben und gerade festgestellt, dass das nicht wahr ist. Meine Erinnerung hat mir einen Streich gespielt. Es ging mir gar nicht sofort gut sondern es war ein Prozess. Und natürlich stecke ich auch jetzt noch in diesem Prozess!


Was wurde besser?


  • Meine Hormone sind zwar manchmal ziemlich aus dem Häuschen aber seit einiger Zeit geht es mir hormonell recht gut. Ich fühle mich mehr ausgeglichen, meine Libido ist wieder mal da und so konnte ich auch eine weitere positive Sache feststellen:
  • Ich habe keine Schmerzen beim Sex! Es fühlte sich die letzten Male gut an. Ich fühlte mich gut dabei und konnte es viel mehr genießen als noch vor Monaten.
  • Mein Gewicht hat sich im Moment bei 60 kg eingependelt. Zwar kann ich mich manchmal noch nicht recht damit identifizieren, dass ich tatsächlich schlank bin und ich denke auch, dass mein Körper noch einiges umstellen muss aber generell geht es mir gut damit.
  • Meine Haut wird immer besser. Ich habe weniger Pickel, weniger Cellulite und die trockenen Stellen meiner Haut in den Armbeugen, zum Beispiel, sind ja auch schon vor Monaten verschwunden.
  • Mein Stuhlgang ist in den letzten Wochen besser geworden. Vor allem als ich begonnen habe zum Frühstück Porridge zu essen und keine Smoothies mehr. Was ich davon halten soll, das weiß ich noch nicht recht...
  • Das Bauchgrummeln und die schlimmen Blähungen sind weniger geworden.
  • Ich schlafe meist sehr gut und außerdem durch



  • An manchen Tagen ging es mir in letzter Zeit wirklich sehr sehr schlecht. Ich habe oft überlegt, ob ich operieren gehen soll. Aber ich habe auch viel dazu gelernt. Da es mir im Moment, was meinen Unterleib betrifft, sehr gut geht, kann ich sagen, dass ich wieder Mut gefasst habe. Ich weiß heute, dass noch ein langer Weg vor mir liegt, dass ich bei weitem noch zu wenig weiß über die Endometriose im Allgemeinen und überhaupt über alle Zusammenhänge, über mich, über die Heilkraft meines Körpers, über die möglichen Unterstützungen, über Affirmation, über Bewegung, Heilpflanzen usw. Aber ich will das schaffen. Ich will keine Scheuklappen tragen, also, wenn ich fühle, dass ich eine Operation brauche dann werde ich das machen, aber im Moment bin ich wieder überzeugt, dass ich meinen Weg so weitergehe. 

    Liebe Grüße,
    Sandra

     

Was wurde aus meinem perfekten Zyklus?


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Hallo ihr Lieben,


So schnell kann es gehen. Mein perfekter, nahezu schmerzfreier Zyklus entwickelte sich doch noch ganz anders als erhofft. 3 Tage vor meiner Menstruation hatte ich Unterleibsschmerzen, Darmbeschwerden (Durchfall, Schmerzen beim Stuhlgang) und ja, auch wieder Probleme mit PMS. Ich fühlte mich unausgeglichen, war leicht gereizt, unzufrieden, fühlte mich unwohl in meiner Haut usw. 

Und wie kam es nun dazu?

Ich weiß es nicht!

Aber ich werde es herausfinden, in der Zukunft. 

Als endlich meine Menstruation einsetzte, war ich nur mehr froh. Irgendwie ist es jedes Mal ein Aufatmen, dass sich mein Körper auf diese Weise reinigt. Ich fühle mich stets als würde sich eine Art Druck lösen, als würde alles im Fluss sein. Zwar hatte ich mit Einsetzen der Menstruation noch immer Unterleibsschmerzen aber weniger als die Tage davor. 

Trotzdem machte mich dieser Rückschlag natürlich traurig und gestern ging es mir mental einfach schlecht. Ich verfiel ein bisschen in Selbstmitleid, fühlte mich schlecht und hatte keine Hoffnung, dass diese Schmerzen jemals wieder dauerhaft verschwinden. Ja, ich sehnte mich sogar nach den Wechseljahren und das mit meinen 29 Jahren. 

Aus Frust habe ich mich heute auch ziemlich unvernünftig verhalten was meine Ernährung betrifft: Frühstücksbrötchen mit Butter und Reissirup (Zwar alles vegan und glutenfrei aber zum Frühstück?), später einen Florentiner (zwar glutenfrei aber mit Zucker und Schokolade - omg, sooo lecker!), einen veganen Maki-Sushi-Teller bei Akakiko und einen ganzen Liter Reis-Cocosmilch mit Kakao. 

Jetzt habe ich mich aber wieder halbwegs im Griff. :D 

Auf meinem Unterleib liegt eine Rizinusölpackung und eine Wärmeflasche und ich werde mich nun definitiv wieder besser ernähren. Gerade jetzt gedeiht alles perfekt im Garten: Zucchini, Buschbohnen, Salat, Erbsen, Radieschen, Tomaten, Gurken usw. Und dann sind da noch die Pilze aus deim Wald und die Kräuter von der Wiese. Herz, was willst du mehr?! ;)

Ganz liebe Grüße,
Sandra

Woche 23


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Hallo ihr Lieben,


es ist vermutlich wirklich so, dass man der Welt lieber sagt, wie schlecht es einem geht als wie gut es einem geht. Deshalb habe ich in den letzten 2 Wochen fast ein bisschen auf meinen Blog vergessen. ;)

Immer wieder Menstruation - Eisprung; Eisprung - Menstruation ;)

Meine letzte Menstruation war ja bekanntlich absolut schmerzfrei. Ich war total locker und mir ging es nur gut. Auch danach war alles super, bis der Eisprung nahte. Um diese Zeit (Zyklustag 12, 13 und 14) hatte ich jeweils in den frühen Morgenstunden ein paar Stunden in denen ich wach im Bett lag und von Unterleibskrämpfen geplagt wurde. Einmal hatte ich auch dieses Ziehen in den Rücken und bis ins linke Knie. Am Tag war alles in Ordnung und seit dieses Tagen geht es mir wieder sehr gut. 

Heute ist mein 25. Zyklustag und es geht mir super. Ich war zwar gestern ein bisschen gereizt (PMS lässt grüßen!) aber fühle mich grundsätzlich gut und habe keine Beschwerden. 

Woran das alles liegt kann ich nicht einmal sagen. Vielleicht am absoluten Verzicht auf Gluten? Vielleicht an der Leber- und Gallenblasenreinigung? An der natürlichen Progesteroncreme? Oder an einem Zusammenspiel aller Faktoren? 

Libido

Zum ersten Mal seit fast 6 Monaten hatte ich um den Eisprung herum wieder Lust auf Sex. Das war tatsächlich ein kleines Wunder für mich. Und diese Tatsache schiebe ich ganz klar auf meine Leber- und Gallenblasenreinigung. 

Ich fühlte mich gut und wir hatten schönen Sex; trotz Endometriose und meiner generellen Unlust in den letzten Monaten.

Ernährung und Bewegung

Ich schaffe es im Moment öfter eine Runde mit dem Rad zu fahren und es tut wirklich immer sehr gut. Manchmal, wenn die Endo ein bisschen zwickt und ich mich in den Sattel schwinge, vergesse ich dieses Zwicken und es verschwindet, bis ich wieder daheim bin. Mein neuester Wunsch ist ein Rennrad aber der wird wohl noch lange unerfüllt bleiben da diese Teile leider sehr teuer sind, für mich unerschwinglich.

In den letzten Wochen war ich so angetan von der Tatsache, dass ich mein Universalmehl selbst mischen kann und ich dann weiß, dass es tatsächlich frei von sämtlichen Getreidesorten ist, dass ich wirklich viele herkömmliche Gerichte nachgekocht habe auf die ich in den letzten Monaten verzichten musste. Es gab Marillenknödel und Käsespätzle (mit veganem Käse versteht sich ;), Pizza und Nudeln. Alles schmeckte wie früher und ich glaub in dem Moment in dem ich vor meinem Teller saß und dieser wundervolle Geschmack sich in meinem Mund entfaltete, war ich der glücklichste Mensch auf Erden.

Das hatte aber auch den Nachteil, dass ich weniger Salate aß und generell mein Rohkostanteil auf etwa 40% rutschte. Auch meine Verdauung wurde schlechter und der Anteil an Fetten stieg natürlich auch, da ich viel Nüsse und Palmfett zum Kochen brauchte. Nun, ich muss hier einfach wieder einen Mittelweg finden. Es ist so schon schwierig genug, alles verwehren mag ich mir deshalb nicht. Aber Salate müssen wieder mehr Anteil an meiner Ernährung bekommen.

Und sonst?

Gestern stand meine zweite Leber- und Gallenblasenreinigung am Programm. Es ging mir dabei viel besser als beim ersten Mal. Ich trank auch nur 4 Liter Apfelsaft an den Tagen vor der eigentlichen Reinigung und alles hat funktioniert. Mir wurde diesmal weder schlecht noch bekam ich Bauchkrämpfe. Und ich habe wieder über 270 Steine ausgeschieden. Einfach unglaublich! 

Und ein paar motivierende Sätze möchte ich euch hierlassen. Ich werde sie noch auf meinen Spiegel ins Badezimmer schreiben.

           Ich bin gut so wie ich bin.
Ich muss nichts erreichen.
Ich bin unabhängig von der Meinung anderer,
weil ich mich wertschätze und lieb habe.

Es ist wichtig, dass das jede Frau da draußen und jeder Mann weiß!

In dem Sinn: ganz liebe Grüße,
Sandra

Endometriose...

Endometriose betrifft viele Millionen Frauen auf dieser Welt und wird noch immer nicht richtig verstanden. Eine OP oder eine Hormontherapie? Das kann doch nicht alles sein!? Was, wenn mein Körper bereits alles in sich trägt, das ihn selbst heilt? Wie unterstütze ich ihn dabei? Das ist mein Selbstversuch im Hinblick auf meine Endometriose und ich bin voller Mut und Zuversicht und Neugierde, wie es weitergeht...
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